Mein erstes Mal auf dem BuCon: Blut, Sekt und Dämonen

Als Autorin von Kurzgeschichten tingle ich schon länger durch die Szene der kleinen Phantastikverlage – auf den Buchmesse Convent in Dreieich hatte ich es trotzdem noch nie geschafft. Als nun meine erste eigenständige Veröffentlichung anstand, musste sich das ändern: „Höllentrip und Seelenstrip oder Traue keinen Kohlsuppenorakel“ (aka „Eddie“) sollte in diesem wunderbaren Rahmen das Licht der Welt erblicken.

Corinna Schattauer: Höllentrip und Seelenstrip oder Traue keinem Kohlsuppenorakel, Chaospony Verlag 2019.

Harte Geduldsproben

Ein schöner Plan, der aber um ein Haar ins Wasser gefallen wäre: Die Lieferung der Druckerei verzögerte sich. Nerven wurden geraubt, Haare ergrauten … Aber Ober-Chaospony Sandra telefonierte, zog Strippen und sorgte dafür, dass Eddie doch noch pünktlich am Messestand des Chaospony Verlags aufkreuzte.

Pünktlicher als die Autorin jedenfalls. Die verbrachte nämlich sage und schreibe 20 Minuten vor einem beschrankten Bahnübergang, nur wenige Kilometer Luftlinie vom Messegelände entfernt, und musste von ihrer tapferen Begleitung Ricarda davon abgehalten werden, ins Lenkrad zu beißen.

Ein Bahnübergang in Dreieich, der die Autorin, die ihrer Veröffentlichung entgegenfieberte, auf eine brutale Geduldsprobe stellte.

The Unpacking. Blutopfer auf dem BuCon

Schließlich und endlich erreichten wir den BuCon und wurden schon vor der Tür von Sandra und Diandra abgefangen und zum Chaospony-Stand eskortiert. Dort war es soweit: Eddie wartete auf mich!

An eine Schere hatte in der Aufregung niemand gedacht, also rückte ich dem Versandkarton mit einem Taschenmesser zur Leibe. Es ist noch unklar, wer von uns beiden die größeren Verletzungen davon trug. Ich und scharfe Gegenstände – das ist keine gute Kombination. So wurde Eddie ein Blutopfer gebracht. Aber seht selbst:

„The Unpacking – Blutopfer auf dem BuCon“. R: Diandra Linnemann. D 2019.

Der Korken des anschließend geköpften Sekts schoss durch die halbe Halle. Verletzte gab es keine. Außer mir natürlich.

Großes Familientreffen

Mich faszinierte die Atmosphäre der ganzen Veranstaltung. Es war wie ein großes Familientreffen. Ich führte viele nette Gespräche, durfte das ein oder andere Exemplar von „Höllentrip und Seelenstrip“ signieren und erbeutete selbst wunderschöne neue Bücher:

Fabienne Sigmund: Das Zylinderkabinett, Markus Cremer: Archibald Leach, Diandra Linnemann: Andrea die Lüsterne und die lustigen Tentakel des Todes.

Es war mein erstes, aber sicher nicht mein letztes Mal auf dem BuCon. Eddie, Ricarda und ich waren begeistert. Bis zum nächsten Mal!

Ricarda, Eddie und Corinna vor dem Chaospony-Stand.